Willkommen im Wochenbett – Die Zeit der Veränderung
Die Geburt deines Babys ist ein wundervoller Moment, der dein Leben verändert. Doch kaum jemand spricht ehrlich über die Zeit danach – die postpartale Phase. Dein Körper, deine Emotionen und dein Alltag stehen Kopf. In diesem Artikel erfährst du, was in den Wochen nach der Geburt auf dich zukommt, wie du dich erholen kannst und warum es wichtig ist, auf dich selbst zu achten.
1. Was ist die postpartale Phase?
Die postpartale Phase beginnt direkt nach der Geburt deines Kindes und dauert etwa sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit regeneriert sich dein Körper von den Strapazen der Geburt, und du lernst, dich im neuen Alltag mit Baby zurechtzufinden.
Wusstest du?
In der postpartalen Phase verändert sich nicht nur dein Körper – auch deine Hormone spielen verrückt. Das kann emotionale Hochs und Tiefs mit sich bringen.
2. Die körperliche Erholung: Was dein Körper jetzt braucht
Rückbildung der Gebärmutter (Wochenfluss)
Nach der Geburt beginnt die Gebärmutter, sich zurückzubilden. Der sogenannte Wochenfluss (Lochien) ist Teil dieses Prozesses. Er kann bis zu sechs Wochen anhalten.
Tipp:
Wechsle deine Binden regelmäßig und achte auf Hygiene, um Infektionen zu vermeiden.
Beckenbodenübungen
Während der Schwangerschaft und Geburt wurde dein Beckenboden stark beansprucht. Beginne schon im Wochenbett mit sanften Übungen, um ihn zu stärken.
Tipp:
Ein Physiotherapeut oder Rückbildungskurs kann dir helfen, deinen Beckenboden gezielt zu trainieren.
Stillen und Brustpflege
Das Stillen ist für viele Mamas eine neue Herausforderung. Es kann anfangs schmerzhaft sein, bis sich alles eingespielt hat.
Hilfreiche Produkte:
- Lanolinsalbe für wunde Brustwarzen
- Stilleinlagen
- Bequemer Still-BH
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3. Emotionale Herausforderungen: Baby Blues oder Wochenbettdepression?
Baby Blues
Viele Mütter erleben in den ersten Tagen nach der Geburt Stimmungsschwankungen. Das ist völlig normal und wird oft durch den Hormonabfall nach der Geburt ausgelöst.
Typische Symptome:
- Weinerlichkeit
- Müdigkeit
- Überforderung
Wochenbettdepression
Wenn die Traurigkeit länger als zwei Wochen anhält oder du das Gefühl hast, keine Bindung zu deinem Baby aufzubauen, könnte es sich um eine Wochenbettdepression handeln. Suche dir in diesem Fall unbedingt Unterstützung!
Wer kann helfen?
- Hebamme
- Frauenarzt/-ärztin
- Psychotherapeut/-in
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Nimm dir Zeit zum Ausruhen
Lass den Haushalt liegen und konzentriere dich auf dich und dein Baby. Hilfe von Familie und Freunden ist jetzt Gold wert!
Bereite Mahlzeiten vor
Einfaches, nährstoffreiches Essen ist wichtig. Vorkochen oder Meal Prep können dir den Alltag erleichtern.
Akzeptiere Hilfe
Es ist keine Schwäche, um Hilfe zu bitten! Ob es um Einkäufe, Kochen oder Kinderbetreuung geht – jede helfende Hand entlastet dich.
4. Der erste Besuch beim Frauenarzt nach der Geburt
Etwa sechs bis acht Wochen nach der Geburt steht die Nachuntersuchung beim Frauenarzt an. Hier wird geprüft, ob sich alles gut zurückgebildet hat.
Was wird untersucht?
- Rückbildung der Gebärmutter
- Beckenbodenmuskulatur
- Heilung eventueller Geburtsverletzungen
5. Selbstfürsorge für frischgebackene Mamas
Du bist nicht nur Mama, sondern auch weiterhin eine eigenständige Person. Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern notwendig, um für dein Baby da zu sein.
1. Gönn dir Pausen
Nutze die Schlafenszeiten deines Babys, um dich zu entspannen – sei es mit einem kurzen Nickerchen oder einem Buch.
2. Pflege deinen Körper
Ein wohltuendes Bad oder eine Körperpflege-Routine kann Wunder wirken.
3. Vermeide Social-Media-Stress
Perfekte Bilder von anderen Mamas können dich unter Druck setzen. Vergiss nicht: Niemand zeigt die ganze Wahrheit.

7. Die Rolle des Partners im Wochenbett
Auch dein Partner hat in der postpartalen Phase eine wichtige Rolle. Kommunikation ist jetzt besonders wichtig, um Missverständnisse und Stress zu vermeiden.
Wie der Partner unterstützen kann:
- Übernahme von Haushaltstätigkeiten
- Nächtliches Wickeln oder Füttern
- Emotionale Unterstützung
8. Häufige Fragen zur postpartalen Phase
Wann darf ich wieder Sport machen?
Sprich mit deiner Hebamme oder deinem Arzt, bevor du wieder mit Sport anfängst. In der Regel frühestens nach acht Wochen.
Wie lange dauert der Wochenfluss?
Der Wochenfluss kann bis zu sechs Wochen dauern. Er wird mit der Zeit weniger.
Kann ich wieder schwanger werden, wenn ich stille?
Ja, auch während der Stillzeit kannst du wieder schwanger werden. Verhütung ist wichtig, wenn du das vermeiden möchtest.





