Schwangerschaft

Wie unterscheidest du echte Wehen von Übungswehen (Braxton-Hicks)?

Wenn der Geburtstermin näher rückt, stellen sich viele werdende Mamas die gleiche Frage: Sind das echte Wehen oder doch nur Übungswehen? Das Unterscheiden dieser beiden Arten von Wehen kann gerade bei der ersten Schwangerschaft verunsichern. Keine Sorge – mit etwas Wissen kannst du die Anzeichen richtig deuten und entspannt bleiben. Lass uns gemeinsam herausfinden, woran du echte Wehen von den sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen erkennen kannst.


Was sind Braxton-Hicks-Wehen?

Braxton-Hicks-Wehen, auch als Übungswehen bekannt, sind eine Art Training für deine Gebärmutter. Sie bereitet sich damit auf die Geburt vor – ganz ohne, dass es gleich losgeht. Diese Kontraktionen können bereits ab der Mitte der Schwangerschaft auftreten.

Merkmale von Braxton-Hicks-Wehen:

  • Unregelmässige Kontraktionen
  • Verursachen in der Regel keine Schmerzen
  • Die Intensität bleibt gleich oder lässt nach
  • Verschwinden bei Entspannung oder Positionswechsel
  • Häufig ausgelöst durch Stress, Dehydration oder viel Bewegung

Tipp: Falls du dir unsicher bist, versuche es mit einem warmen Bad oder einem Spaziergang. Wenn die Wehen verschwinden, handelt es sich wahrscheinlich um Braxton-Hicks.


Was sind echte Wehen?

Echte Wehen sind Kontraktionen, die deine Gebärmutter darauf vorbereiten, dein Baby auf die Welt zu bringen. Sie treten meist in den letzten Wochen der Schwangerschaft auf und sind das wichtigste Signal dafür, dass die Geburt bald beginnt.

Merkmale echter Wehen:

  • Werden mit der Zeit stärker und intensiver
  • Treten in regelmässigen Abständen auf
  • Die Abstände zwischen den Wehen werden kürzer
  • Verursachen Schmerzen, die oft im Rücken beginnen und nach vorne ausstrahlen
  • Lassen sich nicht durch Positionswechsel oder Entspannung stoppen

Tipp: Nutze eine Wehen-App oder eine Stoppuhr, um die Abstände zwischen den Kontraktionen zu messen. Regelmässigkeit und zunehmende Stärke sind typische Anzeichen für echte Wehen.


Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Merkmal Braxton-Hicks-Wehen Echte Wehen
Regelmässigkeit Unregelmässig Regelmässig und werden kürzer
Schmerzintensität Leicht bis unangenehm Stark und zunehmend
Dauer Variiert Bleibt konstant oder wird länger
Beeinflussbar durch Lage Ja Nein

Wann sollte ich ins Krankenhaus fahren?

Es gibt einige klare Anzeichen, bei denen du nicht zögern solltest, das Krankenhaus oder deine Hebamme zu kontaktieren:

  • Wenn die Wehen alle 5 Minuten auftreten und mindestens eine Minute anhalten
  • Wenn du Blutungen oder Fruchtwasserabgang bemerkst
  • Wenn du starke Schmerzen hast, die nicht nachlassen
  • Wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt

Tipp: Höre auf deinen Körper. Du bist die beste Expertin, wenn es um deine Schwangerschaft geht.


Wie kann ich echte Wehen erleichtern?

Wenn es mit den echten Wehen losgeht, kannst du einige Dinge tun, um die Schmerzen zu lindern und dich zu entspannen:

  • Atmung üben: Tiefe, kontrollierte Atemzüge können helfen, die Schmerzen zu bewältigen.
  • Bewegung: Ein Spaziergang oder sanfte Bewegungen können den Fortschritt der Geburt fördern.
  • Warmes Bad: Ein warmes Bad kann entspannend wirken.
  • Massage: Lass dir von deinem Partner den unteren Rücken massieren.
  • Geburtspositionen wechseln: Probiere verschiedene Positionen aus, um herauszufinden, welche dir am meisten Linderung verschafft.

Was, wenn ich zu früh echte Wehen bekomme?

Solltest du vor der 37. Schwangerschaftswoche echte Wehen bekommen, handelt es sich um vorzeitige Wehen. Das ist ein medizinischer Notfall, bei dem du sofort deine Hebamme oder deinen Arzt kontaktieren solltest.

Anzeichen für vorzeitige Wehen:

  • Regelmässige Kontraktionen vor der 37. Woche
  • Druckgefühl im Becken
  • Rückenschmerzen
  • Veränderter Ausfluss oder Blutungen

Fazit:

Echte Wehen von Übungswehen zu unterscheiden, kann am Anfang herausfordernd sein. Aber mit der Zeit wirst du deinen Körper besser verstehen und die Signale richtig deuten können. Wichtig ist, dass du Ruhe bewahrst und dich nicht verrückt machst. Und vergiss nicht – bei Unsicherheiten kannst du immer deine Hebamme oder deinen Arzt kontaktieren.

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